05.12.19 –
Vor etwa 1400 Jahren wollte ein chinesischer Mönch böse Geister, die für Seuchen und heftige Regenfälle sorgten, mit einem Böller (Bambusrohr + Salpeter + …) vertreiben. Seitdem wird in vielen Ländern der Welt das neue Jahr auf diese Weise eingeläutet. Aber wer glaubt denn heute noch an böse Geister? Sicher ist jedenfalls, dass in der Silvesternacht: Vogelschwärme verstört umherfliegen und fluchtartig ihre Ruheplätze verlassen, wobei viele Singvögel - die nachts nichts sehen können - zu Tode kommen. Pferde und Kühe in Panik durch die Zäune gehen. Unendlich viele Plastikteilchen wieder unten ankommen und von Tieren mit Nahrung verwechselt werden. 5000 Tonnen Feinstaub in einer Nacht produziert werden (das sind 16% des jährlichen Feinstaubs, der im Straßenverkehr abgegeben wird). Jede Menge ungesunde bis krebserregende Dämpfe in die Atemluft gelangen. Die meisten Böller aus China kommen und somit durch den Transport einen „großen ökologischen Fußabdruck“ hinterlassen. 191 Millionen Tonnen Silvesterabfall in den 5 großen Städten Deutschlands (Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln und München) produziert werden. und all die Chemikalien werden vom Regen dann weggespült… Dennoch gehören Traditionen und Bräuche zu unserem Leben dazu, aber vielleicht kann jeder einzelne sein persönliches Feuerwerk reduzieren. Und es reichen in diesem Jahr ein paar Wunderkerzen, Knallerbsen oder vielleicht ein Knallfrosch…
Ein frohes neues Jahr wünschen Bündnis 90/ Die Grünen Nicole Singer / Frank Zscherpe
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